Sparkasse Hagen historische Aufarbeitung

Die historische Aufarbeitung der NS-Vergangenheit stellt für viele Institutionen in Deutschland eine späte, aber notwendige Auseinandersetzung mit ihrer Rolle im „Dritten Reich“ dar. Auch die Sparkasse Hagen sieht sich seit den 1990er-Jahren zunehmend in der Verantwortung, ihre Verstrickungen in das nationalsozialistische System kritisch zu beleuchten und offenzulegen. Denn als kommunales Finanzinstitut war sie während der NS-Zeit nicht nur ein wirtschaftlicher Akteur, sondern auch Teil eines gesellschaftlichen Apparats, der Ausgrenzung, Enteignung und Verfolgung jüdischer Bürgerinnen und Bürger aktiv oder stillschweigend unterstützte.



Sparkasse Hagen historische Aufarbeitung

Lange Zeit wurde die Rolle der Sparkasse Hagen – wie vieler Sparkassen bundesweit – nach dem Krieg kaum thematisiert. Der Fokus lag auf Wiederaufbau und wirtschaftlicher Stabilität. Erst durch den Druck historischer Forschung, medialer Berichte und zivilgesellschaftlicher Initiativen begann eine schrittweise Öffnung hin zur Aufarbeitung. Lokale Historiker und Initiativen zur Erinnerungskultur – etwa im Zusammenhang mit der Verlegung von Stolpersteinen – machten auch auf das Schicksal jüdischer Kunden aufmerksam, deren Vermögen während der NS-Zeit verloren ging oder systematisch enteignet wurde. Im Rahmen dieser neuen Erinnerungskultur zeigte sich die Sparkasse Hagen offen für Kooperationen mit Archiven, Museen und der Stadtgesellschaft. Dabei wurden nicht nur historische Aktenbestände überprüft, sondern auch interne Abläufe aus der NS-Zeit rekonstruiert: Welche Rolle spielte die Sparkasse bei der Verwaltung jüdischer Konten? Inwiefern profitierte sie von der sogenannten „Arisierung“? Gab es aktive Beteiligung an der Umsetzung antisemitischer Gesetze? Die Ergebnisse dieser historischen Arbeit führten nicht nur zu einer besseren Dokumentation, sondern auch zu einer neuen Form der Selbstverantwortung. In Ausstellungen, Gedenkveranstaltungen oder Publikationen wurde deutlich gemacht, dass auch eine Sparkasse – trotz ihrer lokalen Verankerung und öffentlich-rechtlichen Struktur – Teil eines Systems war, das Menschenrechte mit Füßen trat.


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